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Ein Gebäude verschwindet – Hof der Roten Schule wird binnen zwei Tagen geräumt

Zwei Jahre haben sie als Hort gedient, heute Abend sind die Container vom Hof der Roten Schule verschwunden.

Geschickt manövriert Janosch Puhlmann die Teile der Schulcontainer mit seinem Kran auf engstem Raum. Was auf dem Gelände der Roten Schule bis vor kurzem noch als Hort gedient hat, wird binnen zwei Tagen Stück für Stück auf Lastwagen verladen. Einige Teile wiegen 3,5 Tonnen, andere fünf. Am schwersten sind die Sanitärcontainer und die mit den Treppen für das provisorische Gebäude mit einstmals zwei Geschossen. 

Gebrauchte Container werden zur Wiederverwendung eingelagert

In Morsbach bei Köln werden die Module so lange eingelagert, bis in einer anderen Schule oder Kita Platzmangel herrscht und schnell Räume geschaffen werden müssen, sagt Geschäftsführer Benedikt Nußbaum von der Firma Optirent. Manchmal würden auch Büros aus dieser Typenreihe, irgendwo in Deutschland oder Europa. Vor ihrem erneuten Einsatz werden die Container umgebaut, angepasst und renoviert, auf jeden Fall aber zu 100 Prozent wiederverwendet. 

Gut 10 000 Euro Miete hat die Stadt pro Monat für die 30 Container gezahlt. Die rund 550 Quadratmeter boten Platz für mehr als 110 Kinder. Eine zweite Mietcontaineranlage steht auf dem Schulhof der Grundschule in Borgsdorf, ebenfalls zum Abdecken des Hortraumbedarfs. Auch diese wird demnächst nach 24-monatiger Nutzungszeit wieder abgebaut. Dort belaufen sich die geplanten Gesamtkosten auf knapp 425 000 Euro.

Text von Helge Treichel. Alle Rechte vorbehalten. © Märkische Verlags- und Druck-Gesellschaft mbH Potsdam